Glaube an die Heilwirkung von Feldern


 
Der ursprüngliche Glaube an die Heilwirkung magnetischer Felder hat sich zurzeit ins Gegenteil verwandelt. Noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts standen bei der Diskussion um die Auswirkungen magnetischer Felder die erhofften Heilwirkungen ganz im Vordergrund.

So versuchte man, mit den Magnetfeldern niederfrequenter Wechselströme Rheuma, Neuralgie, Migräne und sogar das Wachstum von Krebsgeschwüren günstig zu beeinflussen.

1925 baute man in Leipzig den Hochfrequenzstrahlapparat "Anapol". Er sollte angeblich bei Bettnässen, Impotenz, Ohrensausen und Wurmbefall helfen. Noch 1982 hat in Deutschland die Kassenärztliche Bundesvereinigung die "Magnetfeldtherapie" als sachliches Heilmittel anerkannt. Eine umstrittene Entscheidung, da ein tatsächlicher Nutzen dieser Therapie nicht nachgewiesen werden konnte.

Inzwischen wecken magnetische Felder eher negative Assoziationen. Eine heilende Wirkung erhoffen sich einige allenfalls noch von jenen Permanentmagneten, die als Armringe oder Amulette in Illustriertenanzeigen angepriesen werden.