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| Der Bedarf an elektrischer Energie ändert sich ständig
und wird durch die Lastkurve dargestellt. Dass die Techniker
in den Schaltzentralen in der Lage sind, auf plötzliche Änderungen
der Nachfrage blitzschnell zu reagieren, hat etwas mit Erfahrung zu
tun. |
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| Denn ähnlich wie beim Verkehr gibt es auch beim
Verbrauch elektrischer Energie Stoßzeiten und Flauten. |
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Morgens, mittags und abends erreicht der Stromverbrauch
Spitzenwerte. In der zweiten Nachthälfte ist er dagegen besonders
niedrig. |
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Im Wochenverlauf dominieren die Werktage, denn an den Wochenenden
wird deutlich weniger Strom nachgefragt. |
| Auch übers Jahr gesehen gibt es erhebliche Verbrauchsschwankungen.
Im Winter ist es nicht nur kälter, die langen und dunklen
Nächte sorgen zusätzlich für höhere Nachfrage
nach Strom. |
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Den Grundbedarf an Strom nennt man Grundlast. Er besteht
unabhängig von allen Lastschwankungen. Die Grundlast wird von
Kraftwerken gedeckt, die rund um die Uhr arbeiten, Tag und Nacht,
im Sommer wie im Winter. Zu diesen Dauerläufern gehören
in Deutschland vor allem Kernkraftwerke, Braunkohlekraftwerke und
mit einem wesentlich bescheideneren Beitrag Laufwasserkraftwerke.
Wenn mehr Strom erzeugt wird, als man im Moment benötigt, kann
die Überschussenergie dazu verwendet werden, Wasser in höher
gelegene Speicherseen zu pumpen. So kann es im Bedarfsfall später
zur Stromerzeugung genutzt werden.
Die zweite Ebene des Strombedarfs ist die Mittellast. Dabei
handelt es sich um die regelmäßige Ausbuchtung der Lastkurve
oberhalb der Grundlast, etwa um den vermehrten Stromverbrauch mittags
und abends. Diese stundenweise Belastung des Stromnetzes ist vorhersehbar
und wird vor allem von Steinkohlekraftwerken abgedeckt.
Wenn oberhalb der Mittellast zusätzliche Belastungsspitzen
auftreten, ist ebenfalls vorgesorgt. In diesem Fall werden Speicherkraftwerke,
Pumpspeicherkraftwerke und Gasturbinenkraftwerke eingesetzt. Innerhalb
von wenigen Minuten erbringen ihre Generatoren die volle Leistung. |
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