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| Bei jedem Verbundunternehmen und zum Teil auch bei anderen Stromversorgern,
soweit sie eine eigene Stromproduktion betreiben, gibt es einen so
genannten Lastverteiler, dessen Aufgabe darin besteht, den
vorhandenen Kraftwerkspark möglichst optimal einzusetzen. |
| Dort wird von den Diensthabenden der Netzbetrieb, wie
Belastung von Hochspannungsleitungen und Trafos sowie die Spannungshaltung
im Netz, überwacht. In Tagesberichten werden Daten, Meldungen
und besondere Ereignisse festgehalten. Viertelstündlich werden
Trafo- und Leitungsbelastungen aufgezeichnet oder selbstständig
ausgedruckt (Spannung, Stromstärke, Temperatur). |
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Die Tageshöchstlast, der Gesamtverbrauch, die
Blindlast und Zählerstände werden ermittelt. Ferner werden
Meldungen über die Kontrolle diverser Hilfseinrichtungen, wie
Eigenbedarfsanlagen, Batteriespannung, Druckluftanlagen, Fernsteuerung,
Lampenkontrolle, Meldelampen, Schauzeichen und Fallklappen, registriert.
Das Wetter, wie Außentemperatur, Bewölkungsgrad, Luftdruck
und Luftfeuchtigkeit, wird ebenfalls aufgezeichnet. |
In zunehmendem Maße werden Umspannwerke und Kraftwerke automatisiert
und von zentralen Warten aus ferngesteuert.
In den besetzten Zentralwarten stehen dem dort tätigen Personal
vielfach Prozessrechner, Sichtgeräte und andere moderne Hilfsmittel
zur Verfügung. |
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| Bei einer Netzstörung obliegt es den Dienstführenden,
durch die richtige Auswertung von automatisch aufgezeichneten Meldungen
den Fehlerort festzustellen, die Störungsstelle abzugrenzen und,
wenn möglich, eine Ersatzversorgung über andere Leitungen
durchzuführen. Nach Feststellung der Störungsursache werden
speziell ausgerüstete Leitungstrupps unverzüglich zur Behebung
des Schadens eingesetzt. Über Funk stehen die Störtrupps
mit den zuständigen Warten ständig in Verbindung. |
Energiemanagement
Der Energietag beginnt um zehn Uhr abends. Bevor die Leute allmählich
schlafen gehen, steigt der Stromverbrauch durch das verbrauchte Heißwasser.
Während der Nachtruhe wird Strom gespart, aber schon zwischen
fünf und sechs Uhr früh geht es wieder los: Es wird wieder
mehr elektrische Energie verbraucht. Und nicht zu knapp: Speziell
zu Mittag weisen die Verbrauchsdiagramme oft matterhornähnliche
Spitzenwerte aus. Erst gegen Abend sinkt der Stromverbrauch wieder
allmählich ab. |
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Diagramme von Lastganglinien lassen erahnen, dass das Energiemanagement
keine einfache Aufgabe ist. Schließlich muss der Fahrplan entsprechend
eng kalkuliert werden, um Über- und Unterspannungen im Stromnetz
zu vermeiden. |
Andererseits muss der Lastverteiler schnellstmöglich auf überdurchschnittlich
steigenden Strombedarf reagieren.
Es kann zwar jederzeit elektrische Energie zugekauft werden, aber
alles, was über dem langfristig ausgehandelten Durchschnittsbezug
liegt, muss von dem jeweiligen Stromversorgungsunternehmen teurer
gekauft werden.
Der tatsächliche Strombezug wird in viertelstündigen Abständen
gemessen, und zwar in Einheiten von 1 000 Kilowatt. |
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