| |
| Den vorläufig letzten und wichtigsten Innovationsschub erlebte
das Informationsnetz der Stromversorger mit dem Übergang zur
elektronischen Datenverarbeitung. Bis dahin saß das Bedienungspersonal
in den Netzleitstellen vor ausgedehnten Schaltpulten mit allerlei
Knöpfen, Aufzeichnungsgeräten, Instrumenten und Lämpchen,
während riesige Schautafeln den augenblicklichen Zustand des
Netzes möglichst übersichtlich darstellten. |
| Die Netzleitstellen und Kraftwerksleitstände glichen der Kommandozentrale
eines militärischen Hauptquartiers. Solcher Aufwand war erforderlich,
um die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik möglichst überschaubar
zu gestalten. |
|
Nun übernahmen immer häufiger Prozessrechner die
Aufgabe, die gemeldeten Messwerte zu analysieren und in Entscheidungen
umzusetzen. Nach und nach wurden alle Betriebsabläufe automatisiert,
die sich in Algorithmen ausdrücken und so der "Denkweise"
des Computers anpassen lassen. |
| Die riesigen Schautafeln von früher schrumpften auf Bildschirmformat.
Trotzdem boten sie mehr an Informationen. Das Bedienungspersonal wurde
von routinemäßigen Aufgaben entlastet und konnte sich auf
die notwendigen Entscheidungen konzentrieren. Die Steuerung des Netzbetriebs
wurde insgesamt noch wirtschaftlicher und sicherer gestaltet. |
|