UCTE


 
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  Belgien
Deutschland
Frankreich
Griechenland
Italien
Kroatien
Luxemburg
Niederlande
Österreich
Portugal
Polen
Schweiz
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechien
Ungarn
Bundesrepublik Jugoslawien
Bosnien - Herzegowina
Mazedonien

1951, nur drei Jahre nach dem nationalen Zusammenschluss der deutschen Stromversorger zur DVG, folgte die Gründung der Union für die Koordinierung der Erzeugung und des Transports elektrischer Energie (UCPTE - L´Union pour la Coordination de la Production et du Transport de l´Electricité).

Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, das Gebiet des ehemaligen Jugoslawien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal, die Schweiz und Spanien arbeiten seither auf den Gebieten Erzeugung und Verteilung elektrischer Energie eng zusammen - etwa nach den gleichen Prinzipien wie ein nationaler Verbund. Die Betriebsführung der Netze unterliegt jedoch ausschließlich der Zuständigkeit der einzelnen Verbundpartner.

Die UCTE hat als Ziel, die bereits bestehenden oder noch zu errichtenden Stromerzeugungs- und Stromübertragungsanlagen bestmöglich auszunutzen. Sie bemüht sich, den internationalen Austausch elektrischer Energie zwischen den Verbundpartnern zu erleichtern und zu fördern, damit jedes Unternehmen unter den bestmöglichen Bedingungen wirken kann, um die wirtschaftlich optimale Versorgung seiner eigenen Kunden zu gewährleisten.

Wie leistungsfähig der westeuropäische Verbund tatsächlich ist, verdeutlicht die für Notfälle zur Verfügung stehende Sekundenreserve: Plötzliche Leistungsausfälle bis zu 2 500 MW können ohne Schwierigkeiten durch die Gesamtheit der Versorgungsnetze aller Verbundpartner aufgefangen werden. Ein intensiver Kontakt zwischen den einzelnen Lastverteilern sichert den raschen Informationsfluss.

Seit der Gründung der Union hat sich der Stromaustausch zwischen den Mitgliedsländern aufgrund der unterschiedlichen Erzeugungs- und Verbrauchsstrukturen der einzelnen Länder stetig entwickelt und erreichte 1998 rund 146 TWh, das entspricht einem Anteil von 8,3 % am gesamten Stromverbrauch.

Die Stromerzeugung im UCTE-Netz erfolgte im Jahre 1998 zu 15,5 % aus Wasserkraft (273,6 TWh), 36,9 % aus Kernenergie (653,5 TWh) und 47,6 % aus konventionellen thermischen Kraftwerken (842,8 TWh).

Die aufgrund der nationalen Gegebenheiten unterschiedliche Struktur der Kraftwerksanlagen und damit der unterschiedlichen Stromerzeugungskosten schlägt sich sichtbar im Stromaustausch nieder.

So können die Länder mit einem bedeutenden Anteil an Kernenergie, wie Frankreich und Belgien, zu gewissen Zeiten günstige Grundlastexporte an Länder durchführen, die teure Wärmekraft einsetzen müssten (Italien), bzw. liefern jene Länder mit einem hohen Wasserkraftanteil (wie Schweiz und Österreich) Spitzenenergie für Regelungsaufgaben der Partner.

Zusammenarbeit innerhalb der UCTE

Das UCTE-Netz ist als ein Verbundblock zu betrachten, in welchem die Netze der einzelnen Partner im synchronen Parallelbetrieb zusammengeschaltet sind.

Diese Form der Zusammenarbeit ist vergleichbar mit einer Schicksalsgemeinschaft, da sich Störungen in einem Netzteil über die Frequenz auf alle Partner auswirken.

Die Netze aller Teilnehmer werden daher nach einheitlichen Regeln und Kriterien betrieben, die für alle Mitglieder der Organisation Geltung haben.

Grundsatz in der Betriebsführung dieses komplexen Systems ist die Eigenverantwortlichkeit jedes Partners für sein Netz.

Probleme des Betriebs, die alle Partner betreffen, werden in der UCTE koordiniert. Auf der Grundlage der Betriebserfahrungen werden Regeln, Richtlinien und Empfehlungen erarbeitet und regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Sie bilden gemeinsam den Rahmen für die internationale Zusammenarbeit bei der Betriebsführung.