Konverterstationen


 
Elektrische Energie kann zwischen den einzelnen Verbundblöcken auch mithilfe von Gleichstrom übertragen werden. Dadurch ist eine gegenseitige Beeinflussung der Netzfrequenz nicht möglich.

Konverterstationen funktionieren auf zwei Arten:

Bei der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) wird in je einem Umspannwerk der benachbarten Länder der Wechselstrom gleichgerichtet. Die Energieübertragung erfolgt mittels Gleichstrom und kann mehrere Hundert Kilometer betragen.

Bei der Gleichstrom-Kurzkupplung (GKK) wird in nur einem Umspannwerk der Wechselstrom gleichgerichtet und innerhalb der Anlage wieder in Wechselstrom umgewandelt.

Prinzipiell funktionieren beide Arten gleich.

In Österreich ging die erste Gleichstrom-Kurzkupplung in Dürnrohr 1983 in Betrieb. Sie ermöglichte den Energieaustausch mit der Tschechischen Republik über das UW Slavetice mit einer Übertragungsleistung von 550 MW.

Die zweite Station ging 1993 im Umspannwerk Wien-Südost in Betrieb und ermöglichte den Energieaustausch mit dem ungarischen Netz über das UW Györ mit einer Übertragungsleistung von 600 MW.

Aufgrund eines im Dezember 1988 zwischen der Bayernwerke AG und der tschechischen Verbundgesellschaft CEZ geschlossenen Vertrages wurde Anfang 1993 im bayerischen Umspannwerk Etzenricht eine GKK (600 MW und eine 380-kV-Doppelleitung) zum tschechischen Umspannwerk Hradec in Betrieb genommen.