Gleichstromkabelverbindung (HGÜ)


 
Zwischen Frankreich und Großbritannien besteht seit 1985/1986 eine Gleichstromkabelverbindung mit einer Kapazität von 2 000 MW.

Im Jahre 1994 hat Großbritannien 16,9 TWh elektrischen Strom über diese Verbindung aus Frankreich bezogen.

Zwischen dem Netz der NORDEL und jenem Teil Dänemarks, der mit dem UCTE-Block parallel fährt, bestehen zwei Gleichstromverbindungen, die einen Stromaustausch zwischen Dänemark einerseits und Schweden sowie Norwegen andererseits gestatten.

Seit Ende 1994 verbindet das mit 250 km längste und mit 600 MW derzeit leistungsstärkste Gleichstromseekabel der Welt ("Baltic Cable") den Norden Deutschlands mit Südschweden.

Weitere Verbindungen von Norwegen nach Deutschland (Viking Cable) und Holland sowie von Schweden nach Polen sind geplant und werden in Zukunft eine Ausweitung des Stromaustausches zwischen Nord- und Westeuropa erlauben.

Für Stromlieferungen aus Russland nach Finnland wurde in Vyborg (Russland) ebenfalls eine Gleichstrom-Kurzkupplung mit einer Leistung von 3 × 345 MW errichtet, deren letzter Block 1984 in Betrieb genommen wurde.

Sie ermöglicht die vertraglichen Lieferungen von 4 000 GWh/a mit einer Leistung von 600 MW, die kurzfristig bis auf 1 000 MW erhöht werden kann.

Durch die Konzeption der Anlage ist jedoch ein Energiefluss nur in Richtung Finnland möglich.

1989 wurde die Erweiterung dieser Kupplung um zusätzlich 345 MW vereinbart.

Seit Mitte 1997 besteht zwischen Spanien und Marokko eine Wechselstrom-Kabelverbindung durch die Straße von Gibraltar.

Die Übertragungskapazität beträgt maximal 900 MW.