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| Jeder Körper unserer Umgebung enthält Wärme, man
spricht von "innerer Energie". Aber nicht nur Heizmaterialien
enthalten Energie, sondern alle Körper, sogar das kalte Wasser
eines Sees oder Flusses, das Grundwasser oder der Erdboden, ja sogar
die Luft kann sozusagen zum Heizen genutzt werden kann. Wie lässt
sich aber die Energie des scheinbar kalten Grundwassers oder Erdbodens
in das Wohnzimmer pumpen, um es zu erwärmen? |
| Schon 1852 beschrieb der englische Gelehrte William
Thompson, der als Lord Kelvin bekannt wurde, ein "mechanisches
System zur Heizung oder Kühlung von Räumen". Zunächst
waren es nur Kältemaschinen, die eine rasche Verbreitung
fanden. Erst in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Maschinen
entwickelt, die das gleiche Prinzip für Heizzwecke nutzen können:
die so genannte Wärmepumpe. |
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Die Wärmepumpe ist eine Maschine, die der Umgebung des
Hauses Energie entzieht und sie mittels eines Wärmetauschers
an das Heizsystem innerhalb des Gebäudes abgibt. Sie funktioniert
also genau umgekehrt wie ein Kühlschrank, wo den Lebensmitteln
im Kühlraum Wärme entzogen wird, die dann an der Rückseite
des Kühlschranks wieder abgegeben wird. |
| Das Prinzip der Wärmepumpe beruht darauf, dass beim Verdampfen
einer Flüssigkeit der Umgebung Wärme entzogen wird, die
beim Verflüssigen wieder an das Heizsystem abgegeben wird.
Für den Wärmetransport in der Wärmepumpe wird ein Kältemittel
verwendet. Sein Siedepunkt ist sehr niedrig und liegt unterhalb der
Temperatur der abzukühlenden Umgebung. Daher verdampft das Kältemittel,
wenn es mit der Umgebung in Berührung kommt. |
| Die vier Stationen einer Wärmepumpe sind: |
- der Verdampfer, der im Allgemeinen aussieht wie ein
feingliedriger Zentralheizungsradiator,
- der Kompressor, der nichts anderes ist als ein Verdichter
mit einem angekoppelten Antrieb,
- der Verflüssiger, der ähnlich aussieht wie
der Verdampfer,
- und das Ausdehnungs- oder Expansionsventil, das dem
Kältemittel den Weg in ein ausgeweitetes Rohrsystem freigibt.
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Im Verdampfer verdampft das Kältemittel
bei einem Druck von etwa 3 bar, ohne seine Temperatur zu erhöhen.
Die dafür notwendige Energie kommt aus der Umgebung, welcher
Wärme entzogen wird.
Durch einen Kompressor wird das Kältemittel verdichtet,
das heißt, sein Druck wird erhöht und somit auch seine
Temperatur. Der Kompressor benötigt dafür Energie. Meist
wird der Kompressor mit elektrischer Energie angetrieben. Es könnte
aber auch ein Verbrennungsmotor sein.
Gleichzeitig saugt der Verdichter das dampfförmige Kältemittel
an, damit der niedrige Druck im Verdampfer erhalten bleibt und so
das Verdampfen und damit die Wärmeaufnahme aus der Umgebung aufrechterhalten
wird.
Im Verflüssiger kondensiert das dampfförmige Kältemittel,
das heißt, es wird wieder flüssig. Dabei werden die vorher
aus der Umgebung aufgenommene Wärmeenergie und die Antriebsenergie
an die Leitungsrohre der Heizungsanlage abgegeben.
Das noch immer unter hohem Druck stehende Kältemittel strömt
durch das so genannte Expansionsventil. Dabei dehnt es sich
aus. Der Druck wird also abgebaut, die Temperatur sinkt und das Kältemittel
gelangt wieder in den Verdampfer. Der Kreislauf ist geschlossen. |
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