Veränderung des Verbraucherverhaltens


 
Energiesparen und umweltbewusstes Handeln finden heute in weiten Teilen der Bevölkerung hohe Akzeptanz.

Was bedeutet aber Energiesparen? Es beinhaltet neben der Ausschöpfung der technischen Möglichkeiten, die zur Senkung des Energiebedarfs beitragen, vor allem auch die persönlichen Verhaltensweisen des Einzelnen. An erster Stelle sollte hier stehen, unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.

Unnötiger Energieverbrauch entsteht immer dann, wenn Nutzenergie keine zusätzliche Produktivität, Dienstleistung oder verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen schafft, sie also ins "Leere" läuft.

Beispiele hierfür sind etwa zu hohe Raumtemperaturen oder der Leerlauf von Maschinen und Anlagen. Die Verbrauchsanteile und Energiesparpotenziale der verschiedenen Anwendungsbereiche werden aber oft nicht richtig eingeschätzt. Die Vorstellungen darüber, was unnötiger Verbrauch ist, gehen weit auseinander.

Wer denkt schon daran, dass man mit der Energie einer Kilowattstunde zum Beispiel eine Vierzimmerwohnung viermal komplett staubsaugen, mit dem gleichen Energiebetrag aber nur etwa zwei bis drei Minuten lang warm duschen kann?

Licht und mechanische Energie werden häufig überbewertet, demgegenüber wird Wärme insbesondere im Niedertemperaturbereich in ihrer Bedeutung stark unterschätzt. So führt beispielsweise die Reduzierung der Raumtemperatur in der Heizperiode um 1 °C zu einem Minderverbrauch an Heizenergie von etwa 6 %.

Würde man auf die gesamte Beleuchtung im Haushalt komplett verzichten, ließe sich die gleiche Einsparung damit nicht erreichen.