Effiziente Bereitstellung von Energiedienstleistungen


 
Für den Verbraucher ist nicht so sehr die Endenergie wie etwa Heizöl, Erdgas und Strom oder die daraus gewonnene Nutzenergie wie Wärme, Licht und mechanische Energie von Interesse als vielmehr die Dienstleistung, die daraus resultiert.

Solche Energiedienstleistungen sind beispielsweise eine hell beleuchtete Arbeitsfläche, gekühlte Lebensmittel, saubere Wäsche oder der Transport von Gütern von einem Ort zum anderen.

Auf der einen Seite bestehen Einsparungsmöglichkeiten darin, Dienstleistungen einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten. Im Einzelnen könnten das sein: weniger mit dem Auto zu fahren, nicht alle Räume der Wohnung zu heizen, kalt statt warm zu duschen oder den Erwerb von Produkten einzuschränken, die mit hohem Energieaufwand hergestellt worden sind, wie etwa Papier, Kunststoff oder Glas.

Diese beispielhaften Maßnahmen setzt jedoch einen persönlichen Komfortverzicht voraus. Will man die Lebensqualität nicht herabsetzen und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen nicht in Kauf nehmen, so lassen sich durch eine Reihe technischer Verbesserungen und verhaltensabhängiger Maßnahmen die nachgefragten Dienstleistungen mit weniger Aufwand an Endenergie erreichen.

Beispiele aus verschiedenen Verbrauchsbereichen sind etwa die Wärmedämmung von Gebäuden, die passive Nutzung der Sonnenenergie, die Wärmerückgewinnung durch Wärmetauscher und Wärmepumpen, die Bildung von Fahrgemeinschaften, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und der Einsatz von Energie und Wasser sparenden Haushaltsgeräten.

So ist z. B. das Garen im Schnellkochtopf unter hohem Druck bei Temperaturen bis 120 °C eine Energie sparende Verfahrenstechnik. Im Durchschnitt verringert sich die Garzeit um über 50 %, bei einem Elektroherd werden dabei etwa 30 % an elektrischer Energie gespart.