Heizung im Haushalt


 
Rund ein Drittel des Endenergieverbrauchs wird heute in Deutschland für die Raumheizung benötigt. Hier besteht ein großes Potenzial zur Energieeinsparung und Verminderung der CO2-Emissionen. Ziel der 1995 in Kraft getretenen Wärmeschutzverordnung und der zukünftigen Energieeinsparverordnung ist eine ca. 30-prozentige Senkung des Jahresheizwärmebedarfs.

Die Wärme, die zum Heizen benötigt wird, hängt ab von dem baulichen Wärmeschutz des Gebäudes, vom Benutzerverhalten und den Gebrauchsgewohnheiten der Hausbewohner in Bezug auf Heizung, Lüftung und Warmwasser, der Art des Raumheizungssystems, der Lage der Wohnung im Haus und den örtlichen Witterungsverhältnissen.

In Deutschland dominieren Heizöl- und Erdgaszentralheizungen. Dahinter folgen Fernwärmeheizungen, Kohleheizungen und elektrische Heizsysteme.

Bei elektrischen Heizsystemen unterscheidet man zwischen Direktheizungen wie Konvektionsheizgeräten, Deckenstrahlungsheizungen und Fußbodendirektheizungen sowie den Elektrospeicherheizungen wie Elektrospeicherheizgeräten, Elektrofußbodenspeicherheizungen und Elektrozentralspeichern mit dem Speichermedium Wasser oder Feststoff.

Noch wenig für die Raumwärme genutzt werden Wärmepumpen. Zwischen den neuen und den alten Bundesländern gibt es jedoch große Unterschiede. Bis in das Jahr 2010 wird aber auch hier eine Angleichung erwartet.

Möglichkeiten der Einsparung von Heizenergie betreffen zunächst technische und bauphysikalische Maßnahmen. Heizanlagen können die im Heizkessel freigesetzte Wärme nicht vollständig als Nutzwärme zum Heizen der Räume zur Verfügung stellen. So geht ein Teil bei der Erzeugung verloren und ein weiterer Teil bei der Verteilung und Wärmeübergabe im Raum. Mit modernen Kesselanlagen gelangen ca. 80 % der chemischen Energie des Brennstoffs als Nutzwärme in die Wohnräume, im Vergleich dazu liegen ältere Heizungen bei 50 bis 60 %.