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Der Mensch nimmt über 80 % der Information über die Augen
auf. Dazu benötigt er Licht. Das Licht dient aber nicht nur dem
Sehen, sondern beeinflusst auch das Wohlbefinden, die Arbeitsleistung
und den Lebensrhythmus. Am angenehmsten empfindet der Mensch das Tageslicht.
Gute Beleuchtung mit künstlichen Lichtquellen sollte dieser
Empfindung möglichst nahe kommen. |
| Die Entwicklung von Lampen mit angenehmer Lichtfarbe und
natürlicher Farbwiedergabe sowie die Fortschritte in der Leuchtentechnik
ermöglichen heute bei künstlichem Licht optimale Sehbedingungen.
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| Bei der Planung von Beleuchtungsanlagen spielen der Energieverbrauch
und die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Vom Gesamtstromverbrauch
entfielen in Deutschland 1993 etwa 11 % auf die Beleuchtung, das sind
zirka 41 Milliarden Kilowattstunden. 10 Milliarden Kilowattstunden
benötigten Industrie und Haushalte, 21 Milliarden Kilowattstunden
Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und Verkehr. |
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Alle Lichtquellen geben elektromagnetische Strahlung
im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes und in den angrenzenden
unsichtbaren Ultraviolett- und Infrarotbereich ab. Lampen lassen sich
nach der Art der Lichterzeugung unterscheiden. |
| Normale Glühlampen sind Temperaturstrahler, die
ein kontinuierliches Spektrum erzeugen, das sein Maximum im Infrarotbereich
hat. Strom bringt den aus Wolfram bestehenden Glühdraht
bei einer Temperatur von zirka 2 600 °C zum Glühen.
Der Glaskolben der Glühlampe ist entweder evakuiert oder mit
Stickstoff oder Argon gefüllt. Die Füllung verhindert die
Abdampfung des Glühdrahtes und erhöht die Lichtausbeute.
Die Lichtausbeuten der Glühlampen sind mit 6 bis 19 Lumen pro
Watt gering. Die Lebensdauer normaler Glühlampen liegt bei etwa
1 000 Stunden. |
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| Halogenglühlampen sind mit Halogengas gefüllt und
haben eine zwei- bis dreifach höhere Lebensdauer als normale
Glühlampen und eine maximale Lichtausbeute von 28 Lumen pro Watt.
Sie sind durch einen chemischen Kreisprozess im Lampenkolben gekennzeichnet.
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| Halogenglühlampen für den Niedervoltbetrieb werden
überwiegend für die Dekorativ- und Akzentbeleuchtung eingesetzt.
Für eine gleichmäßige Ausleuchtung verwendet man Halogenglühlampen
im Hochvoltbetrieb. |
| Leuchtstofflampen sind Gasentladungslampen.
Das Licht wird durch einen Entladungsvorgang in ionisierenden Gasen
innerhalb eines Glasrohres erzeugt. Beschleunigte Elektronen bewegen
sich in einer Füllung aus Argon oder Krypton sowie aus Quecksilberdampf.
Die angeregten Quecksilberatome ergeben eine Strahlung, die vorwiegend
im unsichtbaren Ultraviolettbereich liegt. |
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Durch die auf der Innenseite der Entladungsröhre
aufgebrachte Leuchtstoffschicht wird diese Strahlung teilweise in
sichtbares Licht umgewandelt. |
| Je nach Kombination verschiedener Leuchtstoffe lassen sich Lichtfarben
wie warmweiß, neutralweiß oder tageslichtweiß erzeugen.
Zur Zündung der Lampe und zur Begrenzung des Stroms sind Vorschaltgeräte
erforderlich. Leuchtstofflampen haben eine mittlere Lebensdauer von
11 000 Betriebsstunden. Die Lichtausbeute beträgt zwischen
33 und 73 Lumen pro Watt. |
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| Kompaktleuchtstofflampen sind einseitig gesockelte
Leuchtstofflampen mit mehrfach gebogenem Entladungsrohr. Man unterscheidet
Lampen mit integriertem und solche mit externem Vorschaltgerät.
Sie haben eine Lebensdauer von etwa 8 000 Betriebsstunden und eine
Lichtausbeute von 25 bis 70 Lumen pro Watt. |
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Der Anteil an der Endenergie in den privaten Haushalten inklusive
PKW beträgt etwa 1 %. Mit Licht zu sparen auf Kosten des Wohlbefindens
und der Sicherheit ist sicherlich nicht angebracht. Dennoch lässt
sich mit relativ einfachen Maßnahmen auch bei der Beleuchtung
Energie sparen. Hier einige Möglichkeiten:
- Eine möglichst niedrige Allgemeinbeleuchtung wählen,
dafür eine gute Beleuchtung des Arbeitsplatzes.
- Glühlampen gegen Energiesparlampen austauschen.
- Lampen regelmäßig von Staub befreien.
- Reflektierende Leuchtenschirme verwenden.
- Helle Farben für Decken, Wände und Fußböden
wählen.
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